Portugal

Flagge Portugal
© DLR Projektträger

Die deutsch-portugiesische Kooperation beruht primär auf der Qualitätssteigerung der Ausbildung von Lehrkräften und betrieblichem Ausbildungspersonal – in Portugal sind dies Tutoren und Koordinatoren. Damit wird das portugiesische Berufsbildungssystem gestärkt sowie dessen Ansehen bei Unternehmen und in der Gesellschaft verbessert.

Die Kooperation zwischen Deutschland und Portugal in der Berufsbildung zielt auf die Entwicklung stärkerer Unterstützungsmaßnahmen für das Berufsbildungspersonal in den Betrieben, den Berufsschulen und den Bildungszentren ab. Dieses Themenfeld wird vorrangig in der Zusammenarbeit behandelt, da das ausbildende Personal für die Förderung arbeitsintegrierter Lernkonzepte eine Schlüsselrolle einnimmt. An der Umsetzung dieses Vorhabens waren bzw. sind auf institutioneller Ebene viele verschiedene Stakeholder (BIBB, GOVET, BMBF, IEFP, ANQEP, MEC) involviert; als Bindeglied zwischen den Partnern fungiert(e) die Deutsch-Portugiesische Industrie- und Handelskammer in Lissabon (AHK Portugal). Diese Vielzahl an Akteuren auf (zwischen-)staatlicher Ebene sorgt für einen ganzheitlichen Ansatz, der unter Einbezug von Werkzeugen zur Attraktivitätssteigerung der Berufsbildung langfristig die Jugendarbeitslosigkeit im Land bekämpft und eine bessere Anpassung von Angebot und Nachfrage zwischen Arbeitsmarkt und Bildungssystem generiert.

Grundlage der Kooperation

Die Grundlage der aktuellen Berufsbildungskooperation zwischen Deutschland und Portugal ist die im November 2012 erstmalig erklärte und im Juli 2023 zum wiederholten Male verlängerte Absichtserklärung über die Zusammenarbeit in der Berufsbildung zwischen dem deutschen Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und dem portugiesischen Ministerium für Bildung und Wissenschaft (Ministério da Educação e Ciência, MEC) sowie seit 2017 auch dem Ministerium für Arbeit, Solidarität und soziale Sicherung (Ministério do Trabalho, Solidariedade e Segurança Social, MTSSS).

Projekt Koordinatoren

(Dezember 2020 – April 2022)

Im Rahmen des Projektes wird die Entwicklung, Durchführung und Bewertung von Rahmen(lehr)plänen für das Bildungspersonal sowie eine entsprechende Weiterbildungsmaßnahme entwickelt. Das Projekt sieht drei Arbeitspakete vor. Zu Beginn des Projektes wurde eine empirische Untersuchung zur Bedarfsanalyse vorgenommen. Basierend auf diesen Ergebnissen und Informationen vorangegangenen Workshops wurde das Konzept, die Module und entsprechender Rahmen(lehr)plan der Weiterbildungsmaßnahme sowie das Kompetenzprofil des Koordinators entwickelt. Die erste Erprobung der Maßnahme erfolgt noch während des Projektes sowie die entsprechende Evaluierung und bei Bedarf, die erforderlichen Anpassungen. Alle Schritte werden in Kooperation mit den portugiesischen Verantwortlichen des Bildungsministeriums, der Nationalen Agentur für die Qualifikation und berufliche Bildung (ANQEP) und dem Institut für Beschäftigung und Berufsausbildung (IEFP) vorgenommen und validiert. Zum Abschluss des Projektes sollen die Module im nationalen Qualifikationskatalog aufgenommen und somit jedem Unternehmen und Bildungsanbieter zugänglich sein. Der Abschlussworkshop fand im April 2022 statt.

Ansprechpartnerin

Eva Zimmermann

berufsbildunginternational@dlr.de

Telefon: +49 228 3821 1989

Links

BIBB/GOVET – Berufsbildungszusammenarbeit mit Portugal